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Basiswissen zu Schiffsfonds
Investitionen in Schiffsfonds haben sich in den vergangenen Jahren für die Anleger bezahlt gemacht, denn es wurden oft überdurchschnittliche
Renditen erzielt.
Aktuell werden rund 97% aller Waren mit Schiffen transportiert, Tendenz steigend.
Für Anleger, die sich für eine Beteiligung in Schiffsfonds interessieren, ist die wichtigste Frage: Wie wird die Entwicklung der Seeschifffahrt und insbesondere der Charterraten verlaufen, wie geht es mit dem Öl und den Rohstoffmärkten weiter.
Die Charterraten für Rohöltanker, Containerschiffen und Massengutfrachtern entwickeln sich aktuell deutlich unterschiedlich.
Dem Laien sind die für die Frachtraten wichtigen Indizes Clarkson-Index und die Baltic Indizies i.d.R. kein Begriff. Wir beraten Sie.
Bei den geschlossenen Schiffsfonds handelt es sich um Schiffsbeteiligungen, bei denen die Fondsgesellschaft für die Finanzierung von größeren
Investitionsprojekten eine vorher festgelegte Kapitalsumme von vielen Anleger einwirbt. Ist das benötigte Kapital eingeworben, wird der Schiffsfonds geschlossen, die Anlegeranzahl ist dadurch begrenzt. Die
Fondsgesellschaft, die rechtlich meist als Kommanditgesellschaft organisiert ist, tätigt dann die Investition, sie platziert das Kapital für das vorher genau definierte Projekt. Dabei wird i.d.R. in
Containerschiffe, Feederschiffe und Tanlker (meist Rohöltanker) investiert.
Beteiligungen an Schiffsfonds sind nur ab einer Mindesteinlage
möglich. Gängige Mindestbeteiligungen sind 10000 €, 20000 Euro und 50000 €, gelegentlich auch schon 5000 Euro. Auf die Einlage wird gewöhnlich ein Agio von 5% erhoben, mit der das Emissionshaus die Nebenkosten, wie z.B. die Vertriebskosten abdeckt.
Die Laufzeit von Schiffsfonds beträgt zwischen 5 und 20 Jahre. In der Vergangenheit konnte der Anleger die Fondsanteile während der
Laufzeit nicht, oder nur mit erheblichen Verlusten, wieder verkaufen um an sein eingesetztes Kapital zu gelangen, denn die Fondsanteile wurden i.d.R. nicht auf dem Markt gehandelt. Auch nahmen die
Emissionshäuser die Anteile innerhalb der Laufzeit nicht zurück. Die Rückzahlung der Beteiligung erfolgte erst nachdem das Emissionshaus den Fonds am Ende der Laufzeit durch Objektveräusserung auflöst.
Für Anleger, die sich für eine Beteiligung in Schiffsfonds interessieren, ist die wichtigste Frage: Wie wird die Entwicklung der Seeschifffahrt
und insbesondere der Charterraten verlaufen, wie geht es mit dem Öl und den Rohstoffmärkten weiter. Ähnlich wie bei der Aktienanalyse, empfiehlt sich auch vor dem Kauf eines Schiffsfonds eine genaue Analyse de
Emissionsprospekts.
Inzwischen hat sich aus Gründen des Wettbewerbs (durch den Wegfall des “Steuersparmodells” stehen Schiffsfonds in direktem Wettbeweb mit den fast
ausschließlich rediteorientierten offenen Fonds) ein Zweitmarkt für geschlossenen Fonds
etabliert. Damit ist es Anlegern möglich, Anteile von geschlossenen Fonds auch innerhalb der Laufzeit auf Handelsplattformen anzubieten und dadurch vorzeitig wieder zu Geld zu machen.
Der Erfolg
eines Schiffsfonds wesentlich davon ab, ob der in dem Beteiligungsprospekt avisierte Preis für das Investitionsobjekt erzielt werden kann. Aufgrund der langen Laufzeit von geschlossenen Fonds ist der Erfolg damit u.a. von der Marktsituation auf dem Investitionsgebiet zum Zeitpunkt der Veräußerung abhängig.
Alle Angaben ohne Gewähr!
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